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Dienstag, 5. Juli 2022

Investitionen in die familienergänzende Kinderbetreuung stärken die Gleichstellung und den Wirtschaftsstandort

Für die GLP ist der Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung eines der politischen Hauptziele dieser Legislatur. Nicht nur ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Grundstein für die Erreichung von mehr Gleichberechtigung, sie ist auch für den Wirtschaftsstandort Zürich und die Sicherung der Sozialwerke zentral. Die Grünliberalen sind erfreut, dass das zu Beginn der Legislatur parteiübergreifend eingereichte Vorstosspaket nun endlich Wirkung entfaltet.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Kanton Zürich ist für die GLP immer noch ungenügend. Dazu kommt, dass die hohen Kosten für Kindertagesstätten und die zusätzliche Steuerbelastung oft dazu führen, dass sich die Erwerbstätigkeit beider Elternteile kaum auszahlt. Wenn Eltern ihre berufliche Tätigkeit aufgeben oder stark reduzieren, bleibt ein grosses wirtschaftliches Potential an Fachkräften in Zürich ungenutzt. “Der Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung ist deshalb aus volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht von zentraler Bedeutung”, hält Co-Kantonalpräsidentin Corina Gredig fest.


Für die Grünliberalen steht im Vordergrund, dass Fehlanreize beseitigt werden. Fraktionspräsident Michael Zeugin: «Erwerbsarbeit muss sich wirklich lohnen. Das setzt voraus, dass sich die öffentliche Hand bei der familienergänzenden Kinderbetreuung finanziell stärker beteiligt und die Eltern entlastet.» Dafür braucht es für die GLP bezahlbare Kinderbetreuungsplätze in genügender Anzahl, über den gesamten Kanton verteilt. Dafür müssen die Gemeinden eingebunden werden. «Um Zugang zur familienergänzenden Kinderbetreuung zu haben, darf es keine Rolle spielen, in welcher Gemeinde eine Familie wohnt», sagt Kantonsrätin Christa Stünzi. Deshalb ist die Grünliberale Partei auch der Ansicht, dass diese Aufgabe nicht nur eine Aufgabe der Gemeinden ist und der Kanton sich an den Kosten beteiligen soll.


Den Anstoss für die vorliegende Vorlage haben die Grünliberalen zusammen mit vier anderen Fraktionen mit einem Vorstosspaket zur Kinderbetreuung zu Beginn der Legislatur gegeben (Vorstösse 312/2019, 313/2019, 314/2019). Auf Bestreben der Grünliberalen wurden zudem für die Umsetzung der Vorlage im letzten Dezember bereits 100 Millionen in der langfristigen Finanzplanung eingestellt.

 

Die Grünliberalen begrüssen die Vorlage, die der Regierungsrat nun in die Vernehmlassung schickt. Allerdings zeigt der späte Zeitpunkt am Ende der Legislatur für die GLP, dass der Regierungsrat der Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer noch nicht die nötige Priorität einräumt.

Bildquelle: unsplash